Rezensionen

Ganz schön frech

„markus köhle ist ein onkel für jede jahreszeit, der seine nichten und neffen das ganze jahr über mit lustigen gedichten gut versorgen kann. 52 texte, die entschieden gedichte sind, versammelt sein neues buch. für jede woche des jahres ein text, mal länger, mal kürzer, meist mit reimen, listenartigen strukturierungen, manchmal belehrend, meist aber der lust am lyrischen sprachgebrauch hingegeben, entfaltet der autor seinen kosmos kinderfreundlicher skurrilitäten. (…) was markus köhle besonders gut kann, ist die produktion von komposita – siehe ‚Kuhbus‘ – und deren kontraktionen, die ganz erstaunliche mischwesen erzeugen, eine anregende sprachlich-zoologische zwischenwelt, die ganz schön hartnäckig im gedächtnis der leser*innen und hörer*innen verankert bleibt.“
Herbert J. Wimmer (kolik 84)

Ganz schön frech

„Markus Köhle ist ein Frohgemüt, das gern ins Clownkostüm schlüpft und lustig drauflosreimend seine Possen reißt. Aber davon sollte man sich nur nicht täuschen lassen, denn des Komikers Kern ist bei all dem Spaß und Humor nämlich immer ein ernst zu nehmender Dichter und Autor. Zwischen all dem Klamauk und den „ganz schön frechen“ Frechdachsgedichten verbergen sich auch „voll schöne“ und gute Gedichte. (…) Daher macht es auch wirklich große Freude, es zu lesen und über Wort und Bild zu lachen.“ Astrid Nischkauer www.poesiegalerie.at

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„Letztlich erweitern sich die Medien Bild und Text, indem sie immer mehr sind, als sie vor der Reaktion als einezelne Informationsträger gewesen sind. Und weil die Texte fast nichts mit einer Bildbeschreibung zu tun haben und die Fotos bei weitem nicht eine Illustration des Textes im Sinn haben, entsteht eine dritte Dimension, die so etwas wie die Dynamik eines Spieles in sich trägt. (…) Das Lesen ist äußerst vergnüglich, da sich in Ermangelung eines zwangsneurotischen Plots auf jeder Seite eine Überraschung auftut. Von der Ferne winkt die Gemütlichkeit eines alten Bilderbuches, zu dem man mit dem Kind stundelnange Schau-Diskussionen führt. In diesem Buch darf man ordentlich ein frech schauendes Kind sein, ohne dass es auffällt.“ Helmuth Schönauer

Ganz schön frech

„Markus Köhle und Robert Göschl haben jetzt für den Hausgebrauch ein freches Kunstwerk komponiert, das für alle Lebenslagen eine passende Skizze oder einen entsprechenden Ermunterungszuruf parat hält. In 52 Gedichten für die ganze Familie wird ein komplettes Jahr abgedeckt, für jede Woche gibt es eine frische Erkenntnis, die das Weiterleben geradezu zur Pflicht macht. (…) Ganz schön frech icht eine Lebenshaltung und sollte in keinem Haushalt fehlen.“ Helmuth Schönauer

Ganz schön frech

Für das Magazin der prämierten Buchhandlung „Wagner’sche“ in Innsbruck hat Jenni Zeller „Ganz schön frech“ besprochen. Ganz schön gut, wie ich finde. Da heißt es:
„Man nehme Markus Köhle, Volksschulkinder, Sprachgewandtheit, kindliche Fantasie – et voilà: eine ganz besondere Anthologie, die auf Gedichtwünschen von Volksschülern basiert. Es treffen rabiate Zeilen zum Boxen auf sachte Worte über Familie, die mit Silben über Kekse und grüne Schafe ringen. Beim Lesen sind Schmunzeln und Grübeln garantiert; nicht zuletzt dank der netten Illustrationen Robert Göschls.“

Ganz schön frech

Silben, Lautspielereien, Wortsalat und kunterbuntes Wortdurcheinander werden zusammen mit den frechen Illustrationen kunstvoll und wortreich in Szene gesetzt. Ein sehr gelungenes Buch, um Kinder für die Welt der Reime, Witze und der Fantasie zu begeistern.
www.kidsbestbooks.com

Ganz schön frech

Was sind freche Gedichte? fragt die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW und hat Antwort parat: Sind sie anmaßend, unverschämt, respektlos? Nein, die Gedichte von Markus Köhle sind liebenswert, keck, bisweilen auch unsinnig – immer aber selbstbewusst! Sie reimen sich – oder auch nicht, spielen immer mit der österreichisch-dialektgefärbten Sprache und bieten viele Anlässe zum Erzählen, Reflektieren oder selbst Weiterdichten.
www.ajum.de

Ganz schön frech

Poesie für viele Gelegenheiten und mehrere Sinne betitelt Franz Lettner seine Besprechung für 1001Buch und schreibt:
Seit gut fünfzehn Jahren bespielt MARKUS KÖHLE all jene Bühnen Österreichs (und da-rüberhinaus), auf denen mit Sprache per-formt wird, und ist mit seinen Vorträgen und Workshops zum Poetry-Slam-Lehrer der Nation geworden. »Sprachinstallateur« nennt er sich auf seiner Website – eine Be-rufsbezeichnung, die gut zu den 52 Gedichten des von Robert Göschl mit Zeichnungen versehenen kleinen Bandes »Ganz schön frech« passt. Markus Köhle ist ein Spracharbeiter, der die feine Feder schon auch in seinem Koffer hat, gern aber mit der Rohrzange werkt. Fröhlich, schnell, unkompliziert und der Gegenwart verbunden dichtet er in einfachen Formen und findet immer wieder Verbindungen, die – jedenfalls im Moment – über-raschen, zum Lachen bringen, überzeugen: »Hosen sind Rinden von Beinen / Koteletts sind Muskeln von Schweinen // Weinen ist Regen der Augen / Seifen sind Klötze aus Laugen/ …« Dass man die Scheu vor gebundener Sprache verliert und Lust bekommt, in Markus Köhles Duktus nach- und weiterzudichten, ist eine der Stärken dieser Gedichte, die in der Tradition des »Sprachbastelbuchs« (1975) stehen.

Franz Lettner

www.1001buch.at

Ganz schön frech

Am Dienstag, den 9. Juni 2020 wurde „Ganz schön frech“ vom Standard für Kinder empfohlen „Für Weltretter und andere“ lautet die Überschrift und „#familie #reime #magertopfen“ der konkrete Titel zum Beitrag über das Buch. Bücher „die so richtig Spaß machen“ heißt es. Das freut mich natürlich so richtig. Aber seht selbst.

Ganz schön frech

Sein [Köhles] Umgang mit Worten und Silben und die farbkräftigen Illustrationen von Robert Göschl sind im po­sitivsten Sinne frech. Köhles „Ich” kommt ver­spielt wie Kindermund daher, und doch setzt er Worte sehr geschickt, mal gereimt, mal nicht. Die Freiheit des Lyriker, unser Duden-Deutsch zu ignorieren, kostet er genüsslich aus, wobei auch herrliche Bandwurm-Bindestrich-Wort­monster entstehen.
– Maren Partzsch, Eselsohr –