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Tiere gehen immer

Der Herbst hat begonnen, die Herbstsaison hat begonnen und schon trudelt die erste Neuveröffentlichung ein. Heimo Mürzl und Wolfgang Pollanz haben „Zum Fressen gern“ herausgegeben. Eine tierische Anthologie mit zahlreichen Beiträgen von Austrofred über Dominika Meindl, Gabriele Kögl, Daniel Wisser bis zu mir.

Mein Beitrag trägt den durchaus nicht unlangen Titel: It’s raining cats and dogs and bugs but you are captain ot the friendship. Ja, es hagelt darin förmlich Tiere, quasie ein Tierwimmeltext. Das ist ein garantiert taugliches Geschenk für alle Anlässe und alle Menschen.

Zu beziehen bei der entzückenden Edition Kürbis und natürlich auch im Buchhandel.

Status-Quovid-19_20/21

In Zeiten des Auftrittsverbots habe ich mir im Netz Raum geschaffen und jeden Montag eine sogenannte Montags-Depesche online gestellt. Dazwischen gab es im Sommer ja mal wieder Gelegenheiten, unter besonderen Vorkehrungen aufzutreten, dann wurde wieder downgelockt. Hier habe ich brav weiter gemacht und es sind vom März 2020 bis Dezember 2021 insgesamt 55 Videos entstanden. Ich betrachte sie als abgeschlossenes Corona-Projekt, das in dieser Form – als Clips mit Schreibtischatmosphäre und Regalhintergrund – für sich spricht. In Zukunft kann man das dann mal mit staunenden Augen betrachten.

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

„Wer in den letzten drei Jahrzehnten im Alpinen groß geworden oder wenigstens halbwegs herangewachsen ist, wird sich in ‚Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts‘ wiedererkennen. Aber das ist nur ein Aspekt dieses ebenso fein wie hintersinnig komponierten Romans.“

Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

Markus Köhle hat die Fähigkeit, Literaturtheorie als Unterhaltung auszugeben, indem er große Thesen auf ihre Alltagstauglichkeit überprüft. (…) Die Elemente „mündlich“, mobil, Tagesverfassung, irritative Assoziation, Abschweifung, Durchstreifung bilden daher das tragende Gerüst für einen Roman, den man am Begriff Roadmovie angelehnt als ÖBB-Movie, Railjet-Saga oder auf Qualtingerisch Bundesbahnblues nennen könnte. (…) Markus Köhles Roman „Das Dorf ist wie das Internet“ ist ein ironischer Thesenroman über den Literaturbetrieb, ein Heimkehrer-Roman eines ausgewanderten Dorfkindes, eine Studie zur kulturellen Globalisierung, worin es Ortsschilder nur mehr in der Erinnerung gibt. Gleichzeitig ist der Roman eine analoge Andockstation, die jenen Dingen Raum, Zeit und Schwerkraft gibt, die sonst hemmungslos digital durch das Netz schwirren.

Helmuth Schönauer

50 Jahre GAV

Markus Köhle from GAV on Vimeo.

Es gibt was zu feiern: Die GAV ist 50! Lesungen fanden statt, Videos wurden gedreht – 50 an der Zahl. Danke lieber August Bisinger. Die sind in den letzten Monaten entstanden. Ich kann mich gut an den Dreh im Juli erinnern. Es hatte geschätzte 40 Grad und ich muss sagen, das sieht man mir hier gar nicht an. Tolles Video, mehrere Einstellungen und ein Text aus „Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts“, der den Titel „Der Berg, der wir sind“ trägt und der leider noch immer aktuell ist und mit jeder Schwarz-Blau-Koalition in den Ländern aktueller wird. Ach ja, das Buch kann man in der Buchhandlung des Vertrauens kaufen oder aber auch direkt beim Sonderzahl Verlag beziehen.

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

Köhle (…) bewegt sich mit „Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts“ auf dem Terrain der Alpenraumsatiren zwischen den TV-Serien „Piefke-Saga“ und „Bösterreich“. Köhle tippt dabei alle soziokulturellen Streitfälle (Gender, Migration, Corona) an und flicht eine satte Literaturbetriebssatire ein: (…) Die durch Dialekt und Floskeln gestiftete Mündlichkeit vitalisiert ein ums andere Mal die Handlung. Die Grimmigkeit im Umgang mit den „Silzer-Sulz-Sausen-Contest-Teilnehmer*innen“ ist eine gelungene Mischung aus Thomas Bernhard und Erster Allgemeiner Verunsicherung. Splatter und Tragikomik schließen einander bei alledem nicht aus. Köhle bietet einen hyperrealistischen Tourguide in die Alpenmentalität. (…): ein weltsüchtiges Romandebüt.

Konstantin Ames, Tagesspiegel

Das Dorf ist wie das Internet, es vegisst nichts

„Markus Köhle (…) hat einen fulminanten Roman geschrieben. Man könnte ihn als ein Bundesbahn-Roadmovie bezeichnen (…) Köhle erzählt rasant, witzig und verdammt gut.“

Andreas Pavlic, Augustin

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

„Markus Köhle erforscht in dialogischen und lexikalischen Elementen das provinzielle Österreich in einem assoziativen Strom aus Szenen, die wie Aussichten auf einer langen Zugfahrt vorbeifliegen und zu einer Erinnerungslandschaft verschwimmen.“

20er. Tiroler Straßenzeitung