Rezensionen

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

„Wer in den letzten drei Jahrzehnten im Alpinen groß geworden oder wenigstens halbwegs herangewachsen ist, wird sich in ‚Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts‘ wiedererkennen. Aber das ist nur ein Aspekt dieses ebenso fein wie hintersinnig komponierten Romans.“

Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

Markus Köhle hat die Fähigkeit, Literaturtheorie als Unterhaltung auszugeben, indem er große Thesen auf ihre Alltagstauglichkeit überprüft. (…) Die Elemente „mündlich“, mobil, Tagesverfassung, irritative Assoziation, Abschweifung, Durchstreifung bilden daher das tragende Gerüst für einen Roman, den man am Begriff Roadmovie angelehnt als ÖBB-Movie, Railjet-Saga oder auf Qualtingerisch Bundesbahnblues nennen könnte. (…) Markus Köhles Roman „Das Dorf ist wie das Internet“ ist ein ironischer Thesenroman über den Literaturbetrieb, ein Heimkehrer-Roman eines ausgewanderten Dorfkindes, eine Studie zur kulturellen Globalisierung, worin es Ortsschilder nur mehr in der Erinnerung gibt. Gleichzeitig ist der Roman eine analoge Andockstation, die jenen Dingen Raum, Zeit und Schwerkraft gibt, die sonst hemmungslos digital durch das Netz schwirren.

Helmuth Schönauer

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

Köhle (…) bewegt sich mit „Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts“ auf dem Terrain der Alpenraumsatiren zwischen den TV-Serien „Piefke-Saga“ und „Bösterreich“. Köhle tippt dabei alle soziokulturellen Streitfälle (Gender, Migration, Corona) an und flicht eine satte Literaturbetriebssatire ein: (…) Die durch Dialekt und Floskeln gestiftete Mündlichkeit vitalisiert ein ums andere Mal die Handlung. Die Grimmigkeit im Umgang mit den „Silzer-Sulz-Sausen-Contest-Teilnehmer*innen“ ist eine gelungene Mischung aus Thomas Bernhard und Erster Allgemeiner Verunsicherung. Splatter und Tragikomik schließen einander bei alledem nicht aus. Köhle bietet einen hyperrealistischen Tourguide in die Alpenmentalität. (…): ein weltsüchtiges Romandebüt.

Konstantin Ames, Tagesspiegel

Das Dorf ist wie das Internet, es vegisst nichts

„Markus Köhle (…) hat einen fulminanten Roman geschrieben. Man könnte ihn als ein Bundesbahn-Roadmovie bezeichnen (…) Köhle erzählt rasant, witzig und verdammt gut.“

Andreas Pavlic, Augustin

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

„Markus Köhle erforscht in dialogischen und lexikalischen Elementen das provinzielle Österreich in einem assoziativen Strom aus Szenen, die wie Aussichten auf einer langen Zugfahrt vorbeifliegen und zu einer Erinnerungslandschaft verschwimmen.“

20er. Tiroler Straßenzeitung

Zurück in die Herkunft

„(….) Dabei leuchten immer wieder literarische Glücksmomente auf, die zu entdecken sich absolut lohnt! Und last, but not least versammelt Zurück in die Herkunft zwischen seinen griffig-weichen Buchdeckeln (Umschlag von Matthias Schmidt) eine wunderbare Zusammenschau schwerpunktmäßig österreichischer Sprachkunst, die so noch nie vor- oder nachgestellt wurde.“

Hermann Götz, Schreibkraft. Das Feuilletonmagazin

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

„Wenn es so etwas wie ein heimisches Pendant zur Great American Novel gibt, eines mit Augenzwinkern und Selbstironie, nämlich den zwiespältigen Österreich-Roman, dann hat Markus Köhle sich diese Prädikat für sein beißend-vergnügliches Buch redlich verdient.“

Erwin Uhrman, Die Presse SPECTRUM

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

„Mit pointierter Sprache erzählt Markus Köhle nicht nur vom Aufwachsen im Dorf, sondern auch und vor allem von Erwerbsarbeit, von der Tourismusindustrie und der Frage, wer sich im Dorf um die Alten und Kinder kümmert. (…) Dass der Spaß am Spiel mit der Sprache dabei nicht zu kurz kommt, muss bei Literatur von Markus Köhle nicht extra erwähnt werden.“

Literaturzeitschrift „& Radieschen“, Margarita Puntigam-Kinstner

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

„Der Otto-Grünmandl-Preisträger erzählt schnell, greift tief in die Neologismuskiste und erzählt mit Sprachwitz die Story von Lukas, einem Texter für die Österreich Werbung, der bei seinen stundenlangen Zugreisen intensiv mit Land und Leuten in Kontakt kommt. Und dann macht ihm auch noch seine Heimatgemeinde ein unmoralisches Angebot. Ein lustiger Blick in die Berg-und-Tal-Abgründe der österreichischen Seele.“
Manfred Gram, The Gap

Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts

„Köhle schafft mit seinem Debütroman eine Fusion aus dem Zeitgeist der Gen-Z, Austria in a Nutshell, der Stadt-LandKluft und Coming-of-Age. Dabei fängt der Autor abseits von humorvollen Wortspielen und der Ernsthaftigkeit aktueller Zustände, die Vielseitig- und Andersartigkeit der Generationen im gemeinsamen, verbindenden Moment des Zugfahrens ein.“
Vorarlberger Nachrichten, Martin G. Wanko & Clarissa Berner: