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Ein Geschenk an alle – Ein René-Benko-Gedicht

Das Leben ist eine Baustelle? Mag sein. Kann ein Gedicht eine Abrissbirne sein? Schon. Hätte sich das Lamarr in der Maria-Hilfer-Straße eine andere Zukunft verdient? Ja. War das der best mögliche Tag, um ein Benko-Video zum Thema Bankrott zu drehen? Hell yeah! Viel Vernügen und allen ein erfreuliches Jahr 2026.

100 Jahre Poetry Slam

Was gibt es Schöneres als ein neues Buch? Ein neues Buch, das du nicht selbst schreiben musstest. Ein neues Buch, von dem du bis zur Erscheinung nicht mal wusstest. Ein Buch für dich und über dich. Ein Buch nicht nur für dich und über dich. Ein Buch für und über Mieze Medusa & Markus Köhle. Ein Buch über Mama und Papa Slam. Ein Buch über Poetry Slam und das Literaturverständnis von Mieze Medusa & Markus Köhle herausgegeben von Peter Clar, Martin Fritz und Yasmin Hafedh. Herausgegeben und geheim gehalten über fast zwei Jahre lang, bis es dann bei einer großen Überraschungsfeier am 10. Mai 2025 im Depot mit Wumms und Hallo erschien und Mieze Medusa & Markus Köhle dreinschauen ließ wie der sprichwörtliche Uhu beim Waldbrand (Beweis-Videos und Fotos demnächst). Das Buch enthält Beiträge von 40 geschätzten Kolleg*innen und ist nicht nur die Antwort auf alle Fragen (für Vorwissenschaftliche, Seminar- und Diplomarbeiten) sondern auch (für Mieze Medusa & Markus Köhle) ein Anti-Depressivum for ever.

Land der Zäune

Mein neuer Roman „Land der Zäune“ (Sonderzahl) ist ein Österreich-Roman mit Hans Sagmeister in der Hauptrolle. Der baut sich in einer Einfamilienhaussiedlung im Speckgürtel seine persönliche Festung und ist verliebt in seine Zäune. Sein bester Freund ist sein Rasenmähroboter und Nachbarn sind per se seine liebsten Feinde. Weil er gleichermaßen von sich selbst überzeugt wie selbstverblendet ist, glaubt er, sein Zaunprogramm wäre auch das beste für das ganze Land und gründet die ZPÖ, die Zaun Partei Österreich. „Land der Zäune“ ist ab sofort zu haben, im Buchhandel oder auch direkt beim Verlag – also hier

Und hier eine Auswahl der Pressereaktionen:

„Die Lust, mit dem Stift als Schraubenzieher an der Bauweise von Diskursen zu forschen, spielt in diesem Text, neben einem gewissen Hans Sagmeister, die Hauptrolle. (…) Zwei Zaun-, pardon, Säulenheilige der österreichischen Literatur mögen hier am Gartenrand des Schreibens gestanden sein: Elfriede Jelinek und Heimito von Doderer, Erstere mit dem kaskadenhaften Parlando – bei Köhle mit weniger Schnörkeln versehen, aber genauso präzise – und Letzterer in einigen Sprachfiguren und dem Grundtonus herrlicher Boshaftigkeit. (…) Selten ist der moralisch zweifelhafte, aber politisch angesagte Drang, mittels geifernder Reden die Errichtung von Zäunen zu preisen, mit so eleganter Logik aufs Korn genommen worden wie hier: wo Freunde von Zäunen, da Vollpfosten und Holzköpfe.“ 
Katharina Tiwald, Die Presse, Spectrum (19. April 2025)

Köhles Next-Level-Galgenhumor beschränkt sich, wie derjenige Morgensterns, nur vermeintlich aufs Blödeln, er zeigt uns den Endgegner – uns selbst: „Gut und Böse sind keine Kategorien im Kapitalismus. Geld ist gut[,] und böse sind immer die anderen“. Und: „Freiheit erkennt man an ihren Grenzen“. Gegen den Verfall von zentralen Konzepten wie Objektivität, Empathie und Solidarität, dies unter den Vorzeichen einer beginnenden post-neoliberalen Ära, wird in „Land der Zäune“ auf dem Weg des indirekten Beweises angeschrieben, gerade indem Kalendersprüche und Volksweisheiten gefälscht werden. (…) Markus Köhle ist der Weißclown der österreichischen Literatur, dessen Ausreißer ins Klamottige und in die Albernheit sind legitime Mittel, um Furcht und Schrecken zeigen zu können. 
Konstantin Ames, „Gelesen wird, was nicht Tisch ist“

„Was eine ehemalige österreichische Innenministerin noch als „bauliche Maßnahme“ bezeichnet, erhebt Köhle nun zur satirischen Metapher. Er spannt dabei den Bogen bis zum irrwitzigen Gedankenspiel. In seinem Werk „Land der Zäune“ wird die Kluft, der Spalt quer durch die Gesellschaft nicht überbrückt, sondern von Zäunen bewahrt. Rückschlüsse auf die aktuelle politische Situation sind dabei erwünscht.“ 
Thomas Parth, Tiroler Tageszeitung (6. März 2025)

„Markus Köhles vierter Roman ist eine gesellschaftskritische Satire, die den Nerv der Zeit trifft. (…) Gesellschaftskritik wird so verpackt, dass die Lektüre Spaß macht, aber deutlich wird, was falsch läuft.“ 
Barbara Tatschl, Bezirksblätter

Bäckerei Poetry Slam (BPS)


Seit 2002 ist Markus Köhle Organisator und Moderator des Poetry Slams in Innsbruck. Der BPS ist der dienstälteste Poetry Slam ganz Österreichs. Mittlerweile ist er in guten Vereinshänden: SPOT (Slam Poetry Tirol) und kann auf ein tolles Team bauen (Martin Fritz, Carmen Sulzenbacher, Katrin Rauch, Leo Dravoj). Demnächst wird die Vereinswebsite blühen, noch wächst sie: https://slampoetrytirol.at/

Der altgediente BPS-Blog wird auch noch gefüttert: Blog zum Bäckerei Poetry Slam mit Terminankündigungen und Slamnachlese! Von Carmen Sulzenbacher stammt übrigens auch das Foto!

Seit 2002 wird jeden letzten Freitag im Monat geslammt und zwar in der Kulturbackstube Die Bäckerei (seit 2011, davor im Bierstindl).
Mitmachen dürfen alle, fast alles ist erlaubt (eigene Texte, 5 Minuten Zeit, 2 Runden, viel Vergnügen) und vorher (um 17Uhr) gibt es (meist) einen Workshop (Teilnahme kostenlos, Voranmeldung erbeten & sehr, sehr wichtig).

Dum blog

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